head.gif
  
w w w . k e i n e - P a n i k . o r g 

              Bitte zu allen Texten die Anführung in der Fusszeile beachten!

Diagnose und jetzt?


Nachdem man die Diagnose Angststörung / Panikstörung erhalten hat, wird man meist zum Psychologen / Psychiater oder zum Therapeuten überwiesen.
Die Wartezeiten bis zum ersten Termin dort sind für gewöhnlich sehr lang, in der Zwischenzeit (und auch nach dem ersten Termin) kann man aber schon gaaaanz viel selbst unternehmen und muss die Zeit keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen.

Hier nun einige kleine Hilfen für den Anfang.


Entspannung

Es gibt mehrere Arten sich angenehm und aktiv zu entspannen.
Bei Angst und Panik helfen besonders zwei Methoden sehr gut.
1. die Atementspannung, sie hilft besonders schnell wieder zu mehr Ruhe zu finden.
2. die Muskelentspannung nach Jacobson, hierbei handelt es sich um eine angeleitete Entspannung. Von einer CD oder ähnlichem wird man stimmlich und mit Hilfe von angenehmer Musik in eine wohltuhende Entspannung begleitet. Auch diese Methode hilft rasch und vor allem nachhaltig Den grössten Nutzen erhält man durch tägliche, regelmässige Anwendung.
Beide Techniken brauchen etwas Übung. (siehe auch Themen Links)


Informationen sammeln

Wissen hilft verstehen !
Je mehr Wissen man über ein Thema hat, desto weniger Geheimnisvolles oder gar Erschreckendes birgt dieses noch.
Isst man 10 Stücke Torte wird einem aller Wahrscheinlichkeit nach schlecht. Da man den Grund für sein Unwohlsein kennt, erschrickt man aber nicht vor dem, doch recht negativ aufkommenden, Körpergefühl. Man weiss ja, dass alles "seinen Gang geht" und das Gefühl auch wieder verschwindet.
Ungefähr so verhält sich das auch mit dem Wissen über Angst und Panik :-)


Austausch mit anderen Betroffenen

Sich mit anderen Betroffenen über Angst, Panik und alles was damit zusammenhängt auszutauschen ist immer hilfreich. Internetforen und Selbsthilfegruppen sind  z.B. gute Einrichtungen zum Austausch oder um einfach mal  mit Menschen zu reden die wissen wovon man redet.


Vermeiden vermedein

Zugegeben, eine Panikattacke ist ein äußerst negatives Erlebnis und wer der Meinung ist, dass "eine" Panikattacke pro Leben reicht ist wohl auch im Recht, man sollte aber gerade am Anfang die Möglichkeit nutzen, sich nicht zu sehr von diesem Erlebnis einschüchtern zu lassen.
Nach einer erlebten Panikattacke ist man versucht zukünftig Situationen zu vermeiden, in denen man befürchtet einer erneuten Attacke zu begegnen. Es ist jedoch wichtig sich nicht einschränken zu lassen und weiterhin Dinge zu tun wie Einkaufen zu gehen, Freunde besuchen oder ins Kino zu gehen.
Eine Schlange, die sich im Dschungel vor einem aufbaut, ist unter Umständen eine reale Bedrohung. Eine Schlange an der Kasse im Supermarkt ist 100%ig keine wirkliche Bedrohung.


Notfall-Köfferchen

In sein Notfall-Köfferchen kann natürlich jeder einpacken was er mag.
Wir packen hier in das Beispiel-Notfall-Köfferchen :
Einen kleinen Igelball aus Gummi (Massageball),in solch einen Ball lässt sich übermässige Anspannung gut mit den Händen "hinein" kneten,außerdem hilft er einem sich zu spüren.
Etwas Essbares und zwar etwas was man überhaupt nicht mag, z.B. Weingummi mit Chilligeschmack. Solch ein Snack hat den Vorteil, dass man sich fast nicht gegen ein "Pfui-Bäh-Gefühl" wehren kann, er funktioniert also als Ablenkung. (In der Not frisst der Teufel Fliegen! Panikattacken wo man sie nicht vermutet?) Es muss auch mal gestattet sein sich "das kleinere Übel" zu Nutzen zu machen! 
Ein Bild von einer Person die einem nahe steht oder auch von einem Haustier.  Jedenfalls von etwas das einem gut tut, was man liebt oder gern hat. Beim Anblick eines solchen Bildes fällt es viel leichter die eigene Stimmung wieder in eine positive Richtung zu lenken.

Ziel soll es natürlich sein ohne Notfall-Köfferchen zu leben.
Um den Weg mit der Angst und durch sie hindurch zu üben und langsam zu erlernen ist er am Anfang aber sehr hilfreich. Je weiter man auf seinem Weg ist desto weniger braucht man diesen Koffer, irgendwann kann man dann sogar ohne ihn weiter gehen.

_____________________

Mit den hier genannten kleinen Hilfen kann Jeder zu jeder Zeit anfangen und sie für sich nutzen, auch zusätzlich zu einer evtl. schon begonnenen Therapie, eine solche ersetzen können diese Dinge aber nicht.




 An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen dass ich weder Arzt noch Therapeut bin.Diese Seite und ihr kompletter Inhalt funktioniert und basiert ausschliesslich auf persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen betroffener Personen. Ausserdem behandelt diese Seite das Thema Angststörungen und Panikattacken in keiner Weise medizinisch oder wissenschaftlich. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen oder Ereignissen sind rein zufällig und in keinster Weise beabsichtigt !